Türkis ist einer der ältesten Edelsteine der Menschheitsgeschichte und wurde schon vor dem Jahre 5.000 v.Chr. von den alten Ägyptern als Schmuckstück und für Einlegearbeiten verwendet. Berühmt sind die mit Türkis ausgelegte Totenmaske von Tutenchamun und die vielen weiteren Beigaben (Halsbänder, e.g. Pektorale) aus seinem Grab.
Zur Namensgebung gibt es unterschiedliche Meinungen. Die weitläufige Auffassung ist, dass die Franzosen im frühen 15. Jh. dem Mineral den Namen „pierre turquoise“ gaben, was soviel heißt wie „Türkischer Stein“. Von diesem leitet sich der heutige Name „Turquoise“ oder zu Deutsch „Türkis“ ab. Der Grund war die Einfuhr des Steines über die Türkei, die ihn wiederum aus dem heutigen Gebiet des Iran bezog.
Als Glückbringer und Talisman wurde das Mineral in vielen Kulturen verehrt. Die Eigenschaft, dass Türkis unter bestimmten Umwelteinflüssen seine Farbe ändern kann (veränderter Säureschutzmantel der Haut, Licht, Kosmetika etc.) veranlassten den Mythos als Gesundheitsstein. Selbst St. Georg, der Schutzheilige der Ritter, wird auf alten Darstellungen meist mit Türkisen gezeigt.
Türkis ist ein meist undurchsichtiges, blaugrünes Mineral und kommt gewöhnlich in derben, körnigen bis kryptokristallinen, nierenförmig, botryoidal, stalaktitisch oder knollig-warzig ausgebildeten Massen oder als Krusten vor. Türkis ist meist porös und wird zur weiteren Verarbeitung behandelt. Seine Farbe ist himmelblau über blaugrün bis grünlichgrau; aus den USA auch gelblich. eine Türkise erreichen eine maximale Mohshärte von knapp unter 6 und sind damit in etwa so hart wie Fensterglas Die bekanntesten Türkisvorkommen liegen im Nishapur-Distrikt, an der Koh-e-Binalud-Bergkette, der Sinai-HalbinselIsrael und im südlichen Teil der USA;
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